SPF ist nicht gleich SPF. Sonnenschutz ist ganzjährig wichtig, nicht nur am Strand. Und die Frage „chemisch oder mineralisch" hat eine ehrlichere Antwort als das Marketing glauben lässt.
Halle liegt in einer Region, in der wir uns oft nicht ernsthaft mit UV-Belastung beschäftigen. „Es ist ja nur Mitteldeutschland, kein Mallorca." Stimmt teils. UV-Index erreicht hier selten Werte über 7. Aber: 80 Prozent der UVA-Strahlung sind ganzjährig da, auch durch Wolken, auch durch Fenster. Und genau diese UVA ist der größte Verursacher von Hautalterung, Pigmentflecken und Couperose-Verschärfung.
Die SPF-Zahl beschreibt nur den UVB-Schutz. UVB ist die kürzere Wellenlänge, sie verursacht akuten Sonnenbrand. UVA, die längere Wellenlänge, dringt tiefer und ist verantwortlich für die langfristigen Schäden. Achte auf das PA+++/PA++++-Label oder das EU-Siegel „UVA im Kreis", das zeigt, dass mindestens ein Drittel des SPF-Wertes auch UVA blockt.
Ein SPF 50 ohne UVA-Hinweis kann theoretisch ein UVA-Verhältnis von SPF 10 haben. Das ist nicht das, was du willst.
Beide funktionieren. Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) sitzen auf der Haut und reflektieren UV-Licht. Chemische Filter werden in die obere Hautschicht aufgenommen und wandeln UV in Wärme um.
Im Halle-Winter ist die UVB-Belastung gering, aber UVA bleibt. Wer Pigmentflecken hat, Couperose vorbeugen will oder Anti-Aging ernst nimmt, trägt SPF ganzjährig. Reicht im Winter ein leichter SPF 30 mit gutem UVA-Schutz. Im Sommer und bei direkter Mittagssonne SPF 50.
Nach Microneedling, PMU, intensiven Säure-Behandlungen oder einer Sothys Jeunesse P3-Sitzung ist die Haut empfindlicher und braucht mindestens 2 Wochen konsequenten SPF 50, idealerweise länger. Wir geben dir das nach jeder Behandlung als Notiz mit.
Drogerie-Sonnenschutz funktioniert grundsätzlich. Aber bei sehr sensibler Haut, Couperose oder Rosacea lohnt sich der Gang in die Apotheke. Marken wie Avène, La Roche-Posay, Bioderma haben spezielle Linien für reaktive Haut, mit Aktivinhaltsstoffen jenseits des reinen UV-Schutzes (z. B. Thermalwasser, Niacinamide). Bei Pigmentstörungen lohnt sich auch ein Blick auf medizinische Sonnenschutz-Linien mit zusätzlichem Antioxidantien-Schutz.
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