Sichtbare Äderchen, plötzliche Rötung, brennende Wangen. Couperose ist keine Krankheit, aber ein Hinweis, dass die Haut weniger Reize verträgt.
Etwa jede dritte Frau über 30 zeigt Couperose-Anzeichen, oft noch ohne die Diagnose. Die kleinen sichtbaren Äderchen an Nase und Wangen, das plötzliche Erröten bei Wein oder Wärme, das Spannungsgefühl nach Reinigung. All das sind frühe Hinweise auf eine empfindliche Hautbarriere mit veränderter Mikrodurchblutung.
Couperose beschreibt eine genetisch begünstigte Schwäche der feinen Blutgefäße in der Gesichtshaut. Sie weiten sich schneller als bei „normaler" Haut, ziehen sich aber nicht mehr vollständig zusammen. Das Ergebnis: dauerhaft sichtbare rote Adern, oft kombiniert mit ungleichmäßigem Hauttonus.
Wichtig zu unterscheiden: Couperose ist die vorklinische Form, Rosacea ist die fortgeschrittene Variante mit entzündlichen Schüben, Papeln und sichtbaren Plättchen. Rosacea gehört in dermatologische Hände, wir behandeln dort nicht eigenständig, sondern ergänzend.
1. Reinigung sanft. Mizellenwasser oder cremige Reiniger ohne Schaumbildner. Niemals heißes Wasser. Niemals Mikrofaser-Bürsten. Klingt langweilig, ist der größte Hebel.
2. Hautbarriere aufbauen. Niacinamide, Panthenol, Hyaluronsäure, Ceramide. Die Standard-Linie für Couperose-Haut. Eine Sothys Hydra Hyaluronic⁴-Behandlung alle 4 Wochen ist die studio-Variante davon.
3. UV-Schutz ganzjährig. Idealerweise mineralisch, weil chemische Filter bei manchen Couperose-Hauttypen einen Triggern. SPF 30 im Winter, SPF 50 im Sommer und nach Behandlungen.
4. Wirkstoff-Pflege fein dosiert. Retinol nur in niedriger Dosierung, langsam aufgebaut. Vitamin C als L-Ascorbinsäure-Variante eher in Apotheken-Linien, die für Couperose-Haut entwickelt wurden.
In der Hautanalyse klären wir ab, in welcher Phase deine Couperose ist. Bei mild bis mittel:
Was wir bei aktiver Couperose nicht machen: Microneedling, Säure-Peelings mittlerer und höherer Konzentration, intensive Ausreinigung mit Druck. Hier verschieben wir, bis sich die Haut beruhigt hat.
Wenn die Rötungen plötzlich zunehmen, kleine Pickel oder Pusteln auftauchen, oder wenn deine Augen mitgereizt sind, gehört das zur Dermatologin. Rosacea ist mit Medikamenten gut behandelbar, aber das ist nicht unsere Disziplin.
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